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Abgeschlossene Projekte

RowAlps

Recovery of Wildlife in the Alps

Die Wanderungen der JJ-Brüder von Italien nach Österreich, Deutschland und der Schweiz in den Jahren 2005 bis 2008 haben noch eindrücklicher als zuvor Luchs und Wolf die Notwendigkeit einer engen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Management der Grossraubtiere demonstriert und gaben den Anstoss zur Plattform WISO und später zum Projekt RowAlps © M. Riatsch

Das Projekt RowAlps wurde von KORA koordiniert. Es war formell von der WISO Plattform getrennt, stellte der Plattform aber Informationen und Expertenwissen zur Verfügung und entwickelte konzeptionelle Ansätze mit der gleichen Zielsetzung wie die WISO Plattform.

Ziel(e)

Das Projekt RowAlps hatte zum Ziel praktische Management-Optionen und Zielvorgaben für den Wiederaufbau und die Erhaltung der Wolf-, Luchs- und – falls die notwendigen finanziellen Mittel verfügbar sind – Bärenpopulationen in den Alpen zu entwickeln und den massgeblichen Institutionen der Alpenkonvention zur Verfügung zu stellen.

Methoden

Drei Arbeitsgruppen befassten sich diesbezüglich mit

  1. den ökologisch-biologischen Anforderungen an lebensfähige Populationen;
  2. den anthropogenen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Landnutzung, und
  3. mit den Management-Optionen unter den geltenden legalen Verpflichtungen und unter Berücksichtigung der ökologisch-biologischen und anthropogenen Voraussetzungen.

KORA war Teil der Arbeitsgruppen 1 und 3. Informationen und Daten zu diesen Punkten wurden zusammengetragen, analysiert und in drei Berichten veröffentlicht.

Resultate und Publikationen

Die Resultate dieses Projektes wurden in drei Publikationen veröffentlicht:

Die Resultate der Arbeitsgruppe 2 wurden in untenstehenden Berichten erfasst. Die beiden Berichte wurden nicht öffentlich publiziert, wurden aber von der Arbeitsgruppe 3 berücksichtigt und aufgenommen.

  • Mondini M. & Hunziker M. 2013. Factors influencing attitudes towards large carnivores. RowAlps Report Ojective 2.1. 36 pp.
  • Mikschl K., Pukall K. & Wölfl S. 2014. RowAlps Report Objective 2.2.-2.4. 60 pp.

Projekt Information

Projektdauer: 2012–2015

Untersuchungsgebiet: Alpen

Finanzielle Unterstützung: MAVA Stiftung für die Natur.

Kontakt KORA: Urs Breitenmoser, Roland Bürki

MALME

Metapopulation Approach for large Mammals in Europe – Case Study Alps

Die rechtlichen Grundlagen des Naturschutzes bilden vor allem gesetzlicher Artenschutz und Schutzgebiete. Diese Konzepte erlauben oft keine praktischen und differenzierten Lösungsansätze für Arten mit regional unterschiedlichem Status, die jedoch ausgedehnte Flächen für lebensfähige Populationen benötigen. Solche Arten sind die Grossraubtiere Bär, Wolf und Luchs, aber auch andere grosse Säugetiere, vor allem Paarhufer, deren Populationen sich weit über Schutzgebiete hinaus erstrecken und deshalb in Konflikt mit den anthropogenen Ansprüchen an die Landnutzung geraten. Für diese Arten ist eine differenzierte Betrachtung auf der Ebene der (Meta-) Population sinnvoller, sowohl im Hinblick auf die biologisch-ökologischen Bedürfnisse der Arten als auch für angepasste Management-Lösungen. Ein solcher Ansatz bedingt jedoch ein umfassendes Verständnis der Situation und die Entwicklung von spezifischen, fein abgestimmten Management- und Erhaltungs-Konzepten. Das setzt eine breite Partnerschaft zwischen den staatlichen Institutionen, den Experten und den Interessengruppen voraus, einen überzeugenden konzeptionellen Rahmen  und – als ein praktisches Instrument – eine Online-Bibliothek, die einfachen Zugang zu Informationen gewährt.

Ziel(e)

Dazu wurde eine Internet-Plattform MALME erstellt. Sie hatte zum Ziel durch Informationsvermittlung die gesamtalpine Betrachtung zur Erhaltung der Wildtiere zu fördern.

Die Internet-Plattform wird seit 2016 nicht mehr aktualisiert.

Methoden

Auf der Internet-Plattform wurden Daten und Dokumente zu allen grossen Säugetieren der Alpen zusammengetragen, aber auch Informationen über Themen wie Landnutzung, Naturschutz-Initiativen und Lösungsansätzen. Die berücksichtigten Arten waren Braunbär, Luchs, Wolf, Gämse, Steinbock, Rothirsch, Reh, Wildschwein und Mufflon. Dokumente wurden als PDF in ihrer Originalsprache aufgenommen, aber mit einer englischen Zusammenfassung versehen. Zugang zu den Dokumenten war sowohl über die spezifischen Themen als auch über die Bibliothek möglich. MALME bot auch eine Abteilung mit Karten (map centre) und Links zu statistischen Webseiten.

Resultate

Den konzeptionellen Rahmen für MALME bildeten die „Guidelines for Population Level Management Plans for Large Carnivores“ erarbeitet von der Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE) zu Händen der Europäischen Kommission sowie für die Alpen die Plattform „Grosse Beutegreifer und wildlebende Huftiere“ der Alpenkonvention, die sich zum Ziel gesetzt hat, für die Grossraubtiere und die wilden Paarhufer gemeinsam nachhaltige Erhaltungsansätze zu entwickeln.

MALME unterstützte diesen Prozess, indem die Plattform Informationen zusammentrug und online zur Verfügung stellte. Bis Ende 2015 wurden über 1500 Dokumente integriert.

Projekt Information

Projekt Dauer: 2005–2012, aktualisiert bis 2015

Untersuchungsgebiet: Alpen

Sponsoren: WWF Schweiz (Entwicklung), BAFU (Wartung)

Kontakt KORA: Manuela von Arx, Urs Breitenmoser

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