Feldarbeit_Wildkatze_Geslin_KORA-7
Feldarbeit_FZ_KORA_0000s_0013_P1080181
Feldarbeit_Luchs_Geslin_KORA-24
Feldarbeit_Luchs_Geslin_KORA-17
Feldarbeit_Luchs_Geslin_KORA-29
previous arrow
next arrow
 
Beobachtung melden

SCALP Kategorien

Karte der Schweiz und der angrenzenden Umgebung ist dargestellt. Nachweise des Luchses sind anhand der SCALP Kategorien eingeteilt und mit unterschiedlichen Farben hervorgehoben.
Die überlagerte Darstellung der Beobachtungen aus den drei SCALP Kategorien ergibt ein realistisches Bild der Kenntnis zur Verbreitung des Luchses. © SCALP

Das Sammeln von Zufallsbeobachtungen über die Anwesenheit von Grossraubtieren ist ein wichtiges Element bei der Überwachung von Großraubtier-Populationen. Zufallsbeobachtungen liefern Informationen über die Verbreitung der Grossraubtiere. Sie dienen sehr oft auch als Anhaltspunkte, wo anschließend anspruchsvollere und robustere, aber in der Regel auch arbeitsintensivere, Methoden eingesetzt werden sollen, um die Populationen zu überwachen. Die Interpretation und Analyse von Zufallsbeobachtungen ist aber schwierig, da sie nicht nach einem standardisierten Stichprobendesign erhoben werden. Eine Beobachtung und ihre Meldung hängen von der Anwesenheit und der Meldedisziplin des Beobachters/der Beobachterin ab. Diese sind meistens keine ausgebildeten Mitglieder eines Monitoringnetzwerkes. Dies führt zu Verzerrungen in der räumlichen Verbreitung der Meldungen und zur Minderung ihrer Zuverlässigkeit. Um die Art und Weise, wie solche Zufallsbeobachtungen aufgenommen werden, zu vereinheitlichen, hat man sich im Rahmen des alpenweiten Luchsmonitorings auf eine gemeinsame Darstellung und Interpretation der erhobenen Daten geeinigt. Die sogenannten SCALP Kriterien (SCALP: Status and Conservation of the Alpine Lynx Population) wurden entwickelt. Diese Standardisierung erlaubt einen Vergleich der Monitoringdaten zwischen verschiedenen Ländern oder Regionen. Ausserdem wird durch die SCALP Kategorien die Interpretation von Nachweisen und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen zur Verbreitung einer Art erleichtert. Erhobene Daten werden nach ihrer Aussagekraft und Überprüfbarkeit in drei Kategorien eingeteilt:

  • Kategorie 1: „Hard facts“ wie tot gefundene Luchse, Beobachtungen mit fotografischem Beleg, eingefangene (Jung-)Tiere und genetische Nachweise.
  • Kategorie 2: Von ausgebildeten Personen bestätigte Meldungen wie Risse (Nutz- und Wildtiere) und Spuren.
  • Kategorie 3: Nicht überprüfte Riss-, Spuren- und Kotfunde, und alle nicht überprüfbaren Hinweise wie Lautäusserungen und Sichtbeobachtungen.

Eine Einteilung der Daten nach SCALP Kategorien wird heutzutage nicht nur für den Luchs, sondern für verschiedenste Tierarten angewandt.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.