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Luchsprojekt – GGD 2020-2023

Erhaltung des Luchses in der Schweiz: Genetik, Gesundheit und Demografie

Eine Luchsin trägt ihr junges über eine Waldstrasse.
Luchsin mit einem Jungtier. © Michiel van den Bergh/WWF

Alle wieder angesiedelten Populationen des Eurasischen Luchses in West- und Mitteleuropa sind klein, isoliert und durch den Verlust von genetischer Vielfalt bedroht. Zudem treten bei Luchsen in den Alpen und auch im Jura immer häufiger Herzgeräusche auf, die mit genetischen Faktoren verknüpft sein könnten. Für demografische, genetische und gesundheitliche Untersuchungen sind langfristige Datensätze enorm wichtig, um Entwicklungen über mehrere Luchsgenerationen feststellen zu können. In den letzten Jahren konnten wir von anderen laufenden Luchsprojekten profitieren und gefangene Tiere untersuchen. Für die Beurteilung des Zustands der gesamtschweizerischen Luchspopulation müssen aber dringend noch weitere Grundlagen geschaffen werden.

Ziel(e)

Das Ziel unseres Projektes ist es, den Einfluss von Genetik, Gesundheit und Demografie auf den Erhaltungszustand der schweizerischen Luchspopulationen besser zu verstehen und konkrete Empfehlungen für das langfristige genetische Management zu erarbeiten. 

Methoden

In das Projekt einfliessen werden einerseits Daten, die im Rahmen anderer KORA-Projekte oder im Rahmen des Fotofallen-Monitorings und der Untersuchung toter Luchse erhoben wurden. Zusätzlich fangen wir Luchse um sie veterinärmedizinisch zu untersuchen und eine Blutprobe für genetische Analysen zu nehmen. Weibliche Luchse werden mit Senderhalsbändern ausgerüstet um ihren Fortpflanzungserfolg zu überwachen. Das Überleben der Jungtiere wird mit Fotofallen überwacht. 

Projekt Information

Das Luchsprojekt – GGD wird in Absprache mit den Kantonalen Jagdinspektoraten und den lokalen Wildhütern durchgeführt. Die Projektteile Genetik und Demografie werden von KORA, der Projektteil Gesundheit vom Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin koordiniert. Wo möglich suchen wir auch die Zusammenarbeit mit anderen Luchsprojekten in Europa. Das Projekt wird durch eine gemeinnützige Stiftung aus dem Fürstentum Liechtenstein und die Haldimann-Stiftung finanziell unterstützt.

Projekt Dauer: 2020-2023

Untersuchungsgebiet: ganze Schweiz

Projektpartner Genetik:

  • Institut für Genetik (Dr. Cord Drögemüller), VetSuisse Fakultät, Universität Bern
  • Dr. Gabriela Obexer-Ruff, Swissuniversities, Bern
  • Dr. Carsten Nowak, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Sektion Naturschutzgenetik

Projektpartner Gesundheit:

  • Prof. Dr. Marie-Pierre Ryser-Degiorgis, FIWI, Universität Bern
  • Dr. Iris Marti, FIWI, Universität Bern
  • Prof. Dr. Regina Hoffman, Departement für klinische Diagnostik und Services, Universität Zürich

Kontakt KORA: Dr. Christine Breitenmoser-Würsten & Dr. Kristina Vogt

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