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FAQs

Wo kommen Goldschakale in der Schweiz vor?

Seit dem Erstnachweis im November 2011 im Berner Oberland gibt es zunehmend Beobachtungen vom Tessin bis Basel-Landschaft, und vom Graubünden bis Genf. Der Goldschakal kann sich unbemerkt durch die Schweiz bewegen und theoretisch jederzeit überall im Land auftauchen. Die aktuellen Nachweise finden Sie unter Verbreitung, bzw. im KORA Monitoring Center.

Wie viele Goldschakale gibt es in der Schweiz?

Bisher gibt es nur Nachweise einzelner Tiere in der Schweiz und noch keine Hinweise auf Fortpflanzung (siehe auch Bestand). Eine exakte Schätzung der Anzahl Individuen gibt es nicht: Goldschakale können nicht anhand äusserlicher Merkmale individuell unterschieden werden (im Gegensatz z.B. zum Luchs anhand seines Fellmusters). Auch ein genetisches Monitoring wie beim Wolf lässt sich nicht einfach auf den Goldschakal anwenden, da Kotproben des Goldschakals im Feld nicht eindeutig identifizierbar sind.

Sind Goldschakale geschützt?

Ja, sie sind gemäss Jagdgesetz (JSG; SR 922.0) in der Schweiz geschützt. Siehe auch unter Portrait, Abschnitt Status und Gefährdung.

Woher stammen die Goldschakale in der Schweiz?

Der Goldschakal kommt ursprünglich von Südosteuropa bis Indien vor. Seit etwa den 1950er Jahren breitet er sich von Südosteuropa zunehmend nach (Nord-)Westen aus (siehe auch Verbreitung, Abschnitte Europa und Weltweit sowie Portrait, Abschnitt Geschichte in der Schweiz). Als Einwanderer aus angrenzendem Gebiet ist er kein Neozooe.

Wie sieht ein Goldschakal aus und wie unterscheide ich ihn von einem Fuchs und/oder Wolf?

Das Aussehen des Goldschakals ist im Portrait unter dem Abschnitt Merkmale beschrieben. Die Bilder hier zeigen einen Vergleich von Wolf, Goldschakal und Fuchs, die am gleichen Fotofallen-Standort aufgenommen wurden. Der Wolf ist der grösste, mit kurzem buschigem Schwanz und kräftiger Statur. Der Fuchs ist der kleinste, mit charakteristisch langem Schwanz und gut sichtbar den schwarzen Ohren-Hinterseiten. Der Goldschakal ist filigraner als der Wolf, hat aber keinen langen Schwanz wie der Fuchs.

Reisst ein Goldschakal Schafe und andere Nutztiere?

Einzeln lebende Goldschakale halten sich primär an kleine Beutetiere, ähnlich dem Fuchs (siehe auch Portrait, Abschnitt Nahrung). In Gruppen können sie auch grössere Tiere erbeuten, wie z.B. Schafe. Die Daten zu den bisher in der Schweiz gerissenen Nutztieren finden Sie unter Übergriffe auf Nutztiere.

Werden Goldschakale eine Konkurrenz für Füchse darstellen?

Goldschakale sind dominant gegenüber Füchsen. Untersuchungen aus anderen Ländern konnten zeigen, dass sich Füchse bspw. keinen Kadavern näherten, wenn gleichzeitig Goldschakale präsent waren. Dieses Verhalten wurde auch bereits zwischen Füchsen und Luchsen beobachtet. Ebenfalls weisen in den letzten Jahren Jagdstrecken in gewissen Gebieten Osteuropas auf eine zahlenmässige Verschiebung von Füchsen zu Goldschakalen hin.

Haben Goldschakale Feinde?

Der natürliche Hauptfeind des Goldschakal ist der Wolf. Allerdings muss auch der Mensch bei den Feinden erwähnt werden: Goldschakale können z.B. durch Fehlabschüsse, im Verkehr, oder durch Wilderei umkommen. In anderen Ländern gehören sie auch zum jagdbaren Wild.

Braucht es den Goldschakal überhaupt?

Diese Frage wird häufig bei Tierarten gestellt, deren Anwesenheit nicht von allen Menschen gutgeheissen wird. Mit seiner natürlichen Zuwanderung gehört der Goldschakal zur einheimischen Fauna. Er ist als Prädator am Zusammenwirken von Arten und Lebensräumen und den entsprechenden Entwicklungsprozessen wesentlich beteiligt. Damit ist er ein integraler Bestandteil der Biodiversität, welche auch die Existenzgrundlage für die Menschen darstellt.

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