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Geschichte CH

Der Wolf wurde in der Schweiz und in weiten Teilen Europas Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Das Wild war zu dieser Zeit durch Überbejagung knapp geworden. Wölfe wichen vermehrt auf Nutztiere aus, was den Konflikt mit Menschen verschärfte. Sie wurden systematisch erschossen, gefangen und vergiftet. In Italien, Spanien, sowie Ost- und Nordeuropa haben kleine Bestände überlebt. Als der Wolf 1972 in Italien unter Schutz gestellt wurde, gab es dort nur mehr ca. 100 Tiere im zentralen Apennin. Aus Mangel an natürlicher Beute ernährten die Wölfe sich von Nutztieren und sogar Abfall. Durch den Schutz hat sich die Population wieder erholt und bis in die Alpen ausgebreitet. 1995 wanderten die ersten Wölfe aus Italien in die Schweiz ein. Seither gibt es immer wieder natürliche Einwanderungen von Einzeltieren.

Seit der Ausrottung des Wolfes in der Schweiz tauchten vereinzelt in grenznahen Gebieten Tiere auf, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt wurde. So geriet am 9. September 1954 im Val Poschiavo dieser Wolf einem Jäger vor die Flinte. Fotograf unbekannt, 1954. © Museo Poschiavo