KORA

Monitoring Goldschakal

Der Goldschakal gelangt seit den 1980er Jahren über Ungarn, Kroatien und Slowenien nach Österreich und Italien. Der erste Goldschakal in Österreich wurde 1987 geschossen. Er ist heute entlang der Donauufer in Oberösterreich heimisch. In Italien kommt er in den Provinzen von Udine und Trieste sowie in Veneto, Belluno und Treviso vor, wo 1984 zum ersten Mal ein adultes Tier erlegt wurde. 1992 wurde ein juveniler Goldschakal bei Treviso überfahren, was auf Reproduktion der Art in Italien hinweist.

Der bisher nördlichste Nachweis stammt aus Estland. In Brandenburg (Deutschland), wurde 1998 ein Goldschakal erlegt, über 300 km von anderen zentraleuropäischen Vorkommen entfernt. In der Schweiz wurde bisher viermal ein Goldschakal nachgewiesen, einmal in einer Fotofalle in den Nordwestalpen im Winter 2011/12 (Bild unten), einmal in einer Fotofalle in der Surselva, in Graubünden im Dezember 2015, im Januar 2016 wurde ein junger, männlicher Goldschakal aus Versehen von einem Jäger in Graubünden erlegt (Medienmitteilung Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, 13.01.2016) (ob es sich bei den Nachweisen im Graubünden um das gleiche Tier handelt, ist nicht erwiesen) und am 23. März 2016 wurde ein geschwächter Goldschakal im Kanton Schwyz erlegt (Medienmitteilung Umweltdepartement Kanton Schwyz, 23.03.2016). Der Nachweis in den Nordwestalpen ist bisher der westlichste Nachweis von Canis aureus in Europa.

Verbreitung des Goldschakals in Europa

© Trouwborst et al. 2015: Verbreitung des Goldschakals in Europa. Gelb = permanente Präsenz, rote Punkte = individuelle Beobachtungen, Datenquellen: Arnold et al. (2012), Banea et al. (2012), Cazacu et al. (1998), Cirovic et al. (2014), Giannatos et al. (2005), Groff et al. (2014), Heltai et al. (2012), Heptner et al. (1998), Jhala and Moehlman (2004), KORA (2012), Koubek and Cerveny (2007), Kroefel (2008a, b), Krystufek et al (1997), Markov (2012), Mihelic and Krofel (2012), Möckel (2000), Lapini et al. (2011), Levickaite (2015), LSM (2014), Rozenko and Volokh (2010), Salek et al. (2014), Selanec et al. (2011), Stoyanov (2012), STV (2012), Szabo et al. (2007), Toom (2014), Trobjevic (2014), Weingarth et al. (2012), Zila (2014), M. Krofel, F. Alvares, W. Bogdanowicz and G. Giannatos, unpublished data. Photo credit: © Miha Krofel), angepasst