KORA

Natural resources in rural livelihood

Das Projekt untersucht die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Nutzung von natürlichen Ressourcen in ländlichen Gemeinden im westlichen Balkan mit dem Ziel, ihr Potenzial als Grundlage für eine nachhaltige ländliche Entwicklung auszuleuchten.

Sharr National Park, Kosovo © Manuela von Arx

Natural resources in rural livelihoods

Die Bedeutung natürlicher Ressourcen für einen nachhaltigen ländlichen Lebensunterhalt im westlichen Balkan: Verteilung und Fluss von Kosten und Nutzen.

Lokale Einwohner beim Sammeln von Primula. © Slaven Reljic

Hintergrund

Nach einer unlängst bewegten Geschichte und starker Abwanderung sehen sich die Bergdörfer im westlichen Balkan zurzeit grossen Herausforderungen gegenüber. Grundlegende Dienstleistungen sind kollabiert und die verbleibende Bevölkerung ist überaltert, was die Bergbewohner zu einer sozialen, politischen und ökonomischen Randgesellschaft macht. Arbeitslosigkeit und Armut sind verbreitet. Das Projekt will neue Verfahrensweisen entwerfen und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Verminderung der Armut leisten.

Diese ländlichen Gemeinschaften kämpfen ums wirtschaftliche Überleben. Die Dörfer liegen in Gegenden mit erneuerbaren natürlichen Ressourcen wie Weiden für Nutztiere, Wälder mit Holz und Wildtieren, medizinische Pflanzen und Pilze. Diese Ressourcen bildeten traditionell einen Teil des lokalen Einkommens. In einer urbanisierten Welt, die naturnahe Gebiete zunehmend für die Erholung schätzt, bilden diese nun ungenutzten Quellen ein Potenzial für neue Märkte.

Das Projekt untersucht die einstige und heutige Nutzung der natürlichen Ressourcen und ihre kulturelle und ökonomische Bedeutung, die Vorteile oder Hindernisse bei ihrer Nutzung. Die Daten werden weitgehend durch Interviews und strukturierte Gespräche mit den Dorfbewohnern gewonnen. 2011 wurden in jedem Land 300 Haushalte systematisch befragt. 2012 und 2013 werden Vertiefungsgespräche offene Fragen klären. Wichtige Fragen sind die Art der Nutzung der natürlichen Ressourcen, Besitzrecht, Zugang und Verwaltung der Ressourcen und die Rolle von diversen Institutionen bei der Nutzung der Ressourcen. Die Erkenntnisse sollen in einen neuen nachhaltigen Ansatz eingebaut werden. Dabei wird auch die dauerhafte Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im westlichen Balkan gesucht, um sie zu befähigen, sozialwissenschaftliche Forschung bei praktischen Fragen anzuwenden.

Karte des Untersuchungsgebiets.

© Frosina Pandurska-Dramikjanin

Projekt Information

Projekt Dauer : 2011-2013

Ort: Bergdörfer im Grenzgebiet Albanien, Mazedonien und Kosovo und einem entsprechenden Referenzgebiet in Kroatien

Projektpartner:

  • Norwegian Institute for Nature Research (NINA; Project leader: Dr. John Linnell)
  • Centre for Rural Research (CRR), Norwegian University for Science and Technology
  • Center for Energy and Natural Resource Development, American University in Kosovo
  • Macedonian Ecological Society (MES)
  • Protection and Preservation of Natural Environment in Albania (PPNEA)
  • Biology Department, Veterinary Faculty, University of Zagreb, Croatia

Kontakt KORA: Manuela von Arx

Weitere Information: Fact sheet from NINA on the project as pdf

Die zukünftige Generation wird von diesem Projekt profitieren. © Silva Huda