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Mittwoch, 9. April 2014 15:31 Uhr Alter: 3 yrs

Zwei Luchse aus dem Waadtländer Jura ins Ausland umgesiedelt

Kategorie: Luchs
Bern, 09.04.2014 - Am 7. April 2014 sind ein Luchsweibchen und ein -männchen aus dem Schweizer Jura ins Ausland umgesiedelt worden. Solche Umsiedlungen sind im Rahmen des Luchskonzepts vorgesehen, um eine angepasste Population dieser Tiere sicherzustellen.

Die Lüchsin und der Luchs stammen aus dem Waadtländer Jura und waren Ende März 2014 durch die KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) und kantonalen Wildhütern im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU eingefangen worden.

Am 7. April 2014 sind die beiden Tiere ins Ausland transportiert worden. Sie werden nach einer Eingewöhnungszeit freigelassen. Das BAFU bewilligte den Einfang von drei Tieren aus dem Jura, einem Gebiet mit einer hohen Dichte an Luchsen. Bis Ende April 2014 wird versucht, ein zweites Weibchen einzufangen und umzusiedeln.

Mit diesen Umsiedlungen wird in der Herkunftsregion der Druck auf die Beutetiere reduziert. Gleichzeitig können im Empfängergebiet kleine Populationen verstärkt und ihr genetisches Material stabilisiert werden (siehe Kasten).

Erstmals war am 9. Mai 2011 ein Luchs aus der Schweiz umgesiedelt worden. Damals wurde ein Luchsweibchen aus den Nordwestalpen in den oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen transportiert und dort freigelassen.

 

KASTEN: Luchsumsiedlungen zur Förderung der Alpenpopulation

Aufgrund eines Bundesratsbeschlusses wurden ab 1971 Luchse in der Schweiz aktiv angesiedelt. Seitdem haben sich stabile Luchsbestände in den Nordwestalpen und im Jura gebildet. Dank den Aussiedlungsprojekten breiten sich die Luchse auch in der Nordostschweiz aus. Heute kommen die einzigen zusammenhängenden bedeutenden Luchsbestände in den Schweizer Alpen und im schweizerisch-französischen Jura vor. Deshalb trägt die Schweiz eine besondere Verantwortung für den Schutz und die Erhaltung des Luchses in den Alpen.

Gemäss dem Konzept Luchs Schweiz soll die Ausbreitung des Luchses in der Schweiz und im gesamten Alpenraum durch nationale und internationale Projekte gefördert werden. Durch Umsiedlungsprojekte können Luchse aus Gebieten mit hoher Dichte eingefangen und in noch unbesiedelten Gebieten in der Schweiz und im Ausland freigelassen werden. Dies soll die verschiedenen Luchsvorkommen in den Alpen fördern und vernetzen.

 

Adresse für Rückfragen:

Caroline Nienhuis, Sektion Wildtiere und Waldbiodiversität, BAFU, Tel. 058 463 78 49

 

Medienmitteilung des Bundesamtes für Umwelt BAFU, 09.04.2014

Internet: http://www.bafu.admin.ch

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