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Geschichte CH

Die Geschichte des Rotfuchses beinhaltet auch die Geschichte der Tollwut in der Schweiz. Der Rotfuchs wurde seit menschengedenken bejagt. Aber nach dem Auftreten der Krankheit in der Schweiz 1967, schien seine Ausrottung mit Fallen, Giftgas und Gewehr berechtigt. Die Rotfuchspopulation wurde massiv dezimiert. Als sich aber keine Eindämmung der zoonotischen Seuche abzeichnete, kam eine entscheidende Entdeckung aus den USA: In Gefangenschaft gehaltene Füchse konnten oral gegen Tollwut geimpft werden. Diese Tatsache inspirierte die Schweizerische Tollwutzentrale zu einer weltweit neuen Methode: Wildlebende Füchse wurden durch Impfstoff enthaltende Köder geimpft. Der grosse Erfolg dieser Methode hatte die Erholung der Rotfuchspopulation zur Folge. Heute wird der Fuchs immer noch intensiv bejagt: Jährlich werden in der Schweiz zwischen 30'000 und 40'000 Füchse erlegt. Ein hoher Tribut von bis zu 10'000 Tieren jährlich fordert auch der Strassenverkehr und Krankheiten wie Räude oder Staupe.

Schweizerische Tollwutzentrale

Für die ersten Freiland-Tollwut-Impfungen dienten Hühnerköpfe, welche den Impfstoff enthielten, als Köder.

Verlauf der Tollwut und der Impfaktion in der Schweiz

Dieses Video zeigt im Zeitraffer den Verlauf der Tollwutinfektionen und der Impfaktionen in der Schweiz von 1967 bis 1999.

Als roter Punkt werden tollwutinfizierte Tiere dargestellt, die grünen Flächen zeigen an, wo Impfköder zum Einsatz kamen. Als orange Linien sind Autobahnen dargestellt.