KORA

Losungen

Bei der Suche nach Spuren findet man oft andere wertvolle Indizien wie Losung, Geschmeiss, Gewölle, Urinmarken, Haare oder Federn. In ihrer typischen Form können solche Indizien vom erfahrenen Beobachter von blossem Auge (oder der Nase...) einer Tierart zugeordnet werden.
Beim Kot und den Urinmarkierungen ist nicht nur die äussere Form und die Grösse, sondern auch der Geruch, der Fundort und die Art des Absetzens wichtig für die Zuordnung. Wie bei den Spuren ist jedoch daran zu denken, dass die angegebene Grösse sich auf adulte Tiere bezieht, und dass Losung von Jungtieren deutlich kleiner sein kann.

Luchs

Luchskot. Meist in verschiedene grosse Stücke zerteilt und mit kurzen Endspitzen.
© Paolo Molinari

Luchskot besteht aus mehreren walzenförmigen Teilstücken. Diese sind Tannzapfendick, Durchmesser 2 – 3 cm, und 3 – 5 cm lang. Meistens sind in den Kotstücken auch Haare oder Knochensplitter von Beutetieren zu erkennen. Im Winter kann der Kot auch breiig formlos, fast flüssig sein.
Eurasische Luchse neigen dazu, ihre Losung mit Schnee, Laub oder Erde zu zudecken.

Wolf

Wolfskot reich an Schalenwildhaaren.
© Paolo Molinari

Die Wolfslosung besteht aus 15 – 20 cm langen Schnüren von ca. 2 – 3 cm Durchmesser. Oft ist das eine Ende des Kotstückes spitz zulaufend. Die Farbe variiert von schwarz bis beinahe weiss. Meist sind Haare, Knochenstücke, Federn oder Zähne von Beutetieren im Kot erkennbar.
Da Wölfe Kot auch zur Markierung einsetzen wird er oft im offenen abgesetzt, z.B. auf Wegen.

Bär

Bärenkot reich an Fruchtresten.
© Paolo Molinari

Das Aussehen des Bärenkots variiert stark abhängig von der Nahrungsquelle des Bären. Der Grossteil der Bärennahrung ist pflanzlichen Ursprungs. So sind im Bärenkot oft Fruchtsamen und Kerne, Gras und Wurzelteile zu erkennen. Bei vegetarischer Nahrung ist der Kot auch meist breiig weich und nicht klar geformt.
Hat der Bär Fleisch gefressen sind die Kotballen geformt und enthalten auch Haare und Knochenteile.