KORA

Telemetrie

Seit 1983 werden in der Schweiz Luchse mit Hilfe der Radiotelemetrie beobachtet. Einem narkotisierten Tier wird ein 250-350 Gramm schweres Senderhalsband angezogen, welches nach Erreichen der Batterie-Lebensdauer dank einer Sollbruchstelle wieder abfällt. Die unhörbaren VHF Signale werden über eine Antenne von einem Empfänger aufgenommen. Mit einer Richtantenne (Bild rechts) kann festgestellt werden, woher das Signal kommt. Wird dieser Vorgang von verschiedenen Standorten wiederholt (Kreuzpeilung), so schneiden sich die Linien am Aufenthaltsort des Senderhalsbandes. Reflexionen, Beugungen und Bewegung der Tiere erschweren das Peilen im Gebirge und erfordern grosse Erfahrung im Umgang mit Technik, Karten und Gelände.

Seit 2005 setzen wir auch GPS-GSM Systeme ein. Die GPS Einheit im Halsband speichert zu vorprogrammierten Zeiten ihren genauen Standort und schickt ihn über das GSM Mobilfunknetz zu uns, wo die Daten direkt auf dem Computer weiterverarbeitet werden können.